Fotos LA Observatorium

Mit 1,5 Millionen Besuchern pro Jahr ist das Griffith-Observatorium die meistbesuchte Sternwarte der Welt. Auch wenn sich nicht alle Besucher für die Details der Astronomie interessieren, so legt das Griffith bei vielen doch einen Grundstein für das Interesse an unserem Sonnensystem. Gebaut 1935, ist es von 2002 bis 2006 für umgerechnet 90 Millionen Euro renoviert und erweitert worden. Zum späten Nachmittag, zum Sonnenuntergang hoch zum Griffith – das hat Kultstatus in L.A.

An Wochenenden sind Observatorium und vor allem der Vorplatz Anziehungspunkt für Angelenos und Besucher. Dann bauen auch Hobbyastronomen ihre Geräte auf; erklären und erzählen Astronomie.

Mit dem Auto sind es nur ein paar Minuten bis nach oben. Normalerweise. Aber an Wochenenden können es auch Stunden werden. Dann ist es schneller, und schöner sowieso, die knapp zwei Kilometer nach oben zu laufen.

Blick Richtung Osten, San Gabriel Mountains. Vor allem kurz vor Sonnenuntergang liegt die Landschaft in einem weichen Licht.

Eine Reise zu den Planeten unseres Sonnensystems

An vielen Infoboxen und Experimentier-Stationen können Besucher ihre Kenntnisse in Astronomie erweitern

Der Mond als Modell. Aber in dem dreieckigen Glaskästchen echtes Mondgestein. „Das war ein Riesenaufwand, dieses kleine Steinchen von der NASA hierher zu kriegen“ sagt Bonnie Winings, Mitarbeiterin beim Griffith.

Die Tesla-Spule, mit der Nikola Tesla vor rund 100 Jahren bewiesen hat, dass sich Strom drahtlos übertragen lässt. Sehr laienhaft ausgedrückt: Die heutigen RFID-Chip beruhen auf diesem Prinzip der drahtlosten Strom-Übertragung.

Hipparchus, Kopernikus, Galilei, Kepler, Newton, Herschel: Die großen Astronomen sind Vorbilder für das Griffith.

Wer die Ausstellungen alle sehen und erleben will, ist schon einige Stunden unterwegs. Hier einer der Pausenplätze.

Der Blick aufs Hollywood-Schild und der Richtung Skyline L.A. sind die beliebtesten Selfie-Plätze.

Die Vorteile an einem Regentag: Parkplätze sind kein Problem, man hat das Gelände für sich allein, und in den Ausstellungen sind auch nur wenige Besucher.

Dr. Edwin Krupp, Astronom. Und Direktor des Griffith – seit 45 Jahren: „Es geht hier um Astronomie. Aber auch darum, den eigenen Horizont zu erweitern. Das ist unsere Aufgabe.“ Ein Interview mit Dr Krupp hier

Das Idol der 60er-Jahre drehte hier oben „Denn sie wissen nicht, was sie tun“. Und auch in „La La Land“ und einem Dutzend anderer Filme spielt das Griffith eine Hauptrolle.

Auch wenn an einem solchen Tag die Stadt kaum zu sehen ist, klicken die Handys und Fotoapparate reichlich.

Gebäude und Gelände sind großzügig angelegt, die Planer ahnten wohl, wie sehr dieser Ort Bewohner und Besucher anziehen wird.

Die Hochhäuser von Westwood. Der Pazifik. Und Gedanken in die Zukunft…

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